Innere Unruhe verstehen – wenn sich alles komisch anfühlt
Wenn plötzlich Nebel aufzieht
Kennst du das?
Du wachst morgens auf und fühlst dich komisch. Es ist nichts Großes passiert, eigentlich ist alles wie immer – und doch fühlt es sich anders an.
Vielleicht begleitet dich dieses Gefühl auch schon ein paar Tage. Oder sogar länger.
Ich würde von mir sagen, dass ich ein hohes emotionales Bewusstsein habe – ich nehme meine Gefühle wahr, kann sie unterscheiden und verstehe meist, was sie mir über mein inneres Erleben erzählen. Ich kann sie benennen und deuten. Und doch stehe auch ich manchmal so im Nebel, dass ich nicht einordnen kann, was gerade los ist – und dann trifft das Wort „komisch“ meinen Zustand am besten.
Früher wäre ich mir selbst vielleicht mit Selbstvorwürfen begegnet. Ich hätte nach dem Fehler im System gesucht – im Außen wie im Innen.
Zum Glück weiß ich inzwischen, dass mein Wohlbefinden nicht von einer einzigen Komponente abhängt. Und dass ich es auch nicht vollständig kontrollieren oder beeinflussen kann. Ich bin Teil eines Systems – und zugleich Teil eines größeren Ganzen in mir.
So möchte ich dich mit der Metapher des 1000-Teile-Puzzles auf eine Gedanken- und Entdeckungsreise mitnehmen.
Was will mir meine innere Unruhe sagen?
Unser Wohlbefinden funktioniert wie ein 1000-Teile-Puzzle.
Es ist nicht ein einzelnes Puzzleteil, das alles erklärt.
Es ist ein Bild, das sich erst durch viele kleine Teile zeigt.
Manche sind offensichtlich.
Andere liegen noch unsortiert am Rand.
Und manchmal fehlt nicht ein Teil – es liegt nur am falschen Platz.
Innere Unruhe verstehen – das 1000-Teile-Puzzle
Stell dir also vor, du wachst morgens auf oder gehst durch deinen Tag – und plötzlich fühlst du dich „komisch“.
Und nun stell dir weiter vor, dass du dir selbst nicht mit Kritik begegnest. Nicht mit Sätzen wie:
„Ach Mensch, was hast du denn nun schon wieder?“
oder
„Stell dich nicht so an, du bist aber auch wirklich empfindlich.“
Sondern dass du dich dir selbst liebevoll zuwendest.
Wie ein empathischer, wohlwollender Mensch, den du sehr schätzt.
Vielleicht fragst du dich dann:
„Liebling, was ist los? Komm, erzähl mir, was dich beschäftigt.“
Und dann lausche dir.
Vielleicht hilft es, dieses Gespräch wirklich zu führen – indem du deine Gedanken notierst, dir selbst eine Sprachnachricht aufsprichst oder einem vertrauten Menschen erzählst, was gerade in dir ist.
Jede Form, die es dir ermöglicht, dein Inneres auszudrücken, schafft ein wenig Abstand zum Nebel. Und damit bist du deiner inneren Klarheit schon einen Schritt näher.
„Manchmal fehlt kein Teil – es liegt nur am falschen Platz.“
Welche Puzzleteile könnten gerade verrutscht sein?
Über die Jahre habe ich festgestellt, dass mein Wohlbefinden-Puzzle einige entscheidende Teile hat. Teile, ohne die das Bild nicht sichtbar wäre. Teile, ohne die ich nicht ich wäre.
In der Sprache der Gewaltfreien Kommunikation sind das Strategien, die sich als besonders wirksam für die Erfüllung meiner Kernbedürfnisse herausgestellt haben.
Und so grenzt es beinahe an Fahrlässigkeit, wenn ich diesen Bedürfnissen über längere Zeit keine Aufmerksamkeit schenke – auch wenn das immer wieder passiert, weil wir alle Teil anderer Systeme sind und nicht völlig frei agieren können.
Erst über die Jahre wurde mir bewusst, wie komplex und zugleich fragil mein Wohlbefinden ist. Gerade dann, wenn ich denke: „Eigentlich läuft doch alles gut“ – kann es sein, dass eine tragende Säule bereits ins Wanken geraten ist. Oder im Bild gesprochen: ein entscheidendes Fragment des Puzzles liegt noch nicht richtig.
Und dann sind da noch die Wechselwirkungen: Jahreszeiten, hormonelle Veränderungen, andere Menschen in unserem System.
„Wohlbefinden ist kein Zufall. Es ist ein Zusammenspiel.“
Spurensuche statt Selbstkritik
Nun aber konkret.
Ich möchte dir einen Einblick in mein Wohlbefinden-Puzzle geben. Nicht, weil diese Teile auch zu deinem Puzzle gehören müssen. Sondern als Anregung – damit du innerlich prüfen kannst, was bei dir ähnlich oder ganz anders ist.
Nicht aufgeführt habe ich all das, was in unserer Welt zwar leider nicht selbstverständlich ist, in meiner Welt jedoch stets gegeben war: ein Dach über dem Kopf, genug Geld, Essen und Trinken, keine lebensbedrohliche Erkrankung.
Aufgeschrieben habe ich dagegen all jene Punkte, die ich immer wieder als fragil erlebt habe, die sich in meinem Leben immer auch wieder verschieben können.
Wenn ich mich also „komisch“ fühle, frage ich mich – liebevoll und wohlwollend:
Habe ich mich in der Natur bewegt?
Habe ich ausgewogen gegessen?
War ich mit Menschen im Kontakt, bei denen ich einfach ich sein kann?
Habe ich anderen eine Freude gemacht?
Mit wem oder was bin ich gerade in Unfrieden?
Wie steht es um mein hormonelles Gleichgewicht?
Wie viel Ruhe und Ausgleich habe ich mir gegeben?
Was besorgt mich – und habe ich die Ressourcen, um damit umzugehen?
Wie bunt ist mein Leben gerade?
Wie viel Freude und Leichtigkeit gibt es?
Wie viel Tageslicht und Bewegung hatte ich?
Hatte ich Zeit für mich, zum Sortieren und Reflektieren?
Gab es neue Impulse oder tiefgründige Gespräche?
Worauf kann ich mich freuen?
Gibt es unausgesprochene Themen?
Wie ausgewogen erlebe ich meine Freundschaften?
Wie steht es um meine körperliche Kraft und Energie?
Wie ist mein Schlaf?
Wie erfüllend war die Zeit mit meinen Lieblingsmenschen?
Viele Fragen – und doch keine 1000.
Mit welchen Fragen gehst du in Resonanz?
Welche dienen dir als Wegweiser zu deinem ganz persönlichen Puzzle?
Der Kern unter dem Schmerz
Über die Jahre habe ich mich so gut kennengelernt, dass ich oft ein Gespür dafür habe, welches Teil gerade nicht richtig liegt. Bewegung in der Natur, nährende Gespräche mit Menschen meines „Stammes“, Zeit zum Reflektieren und eine gute Balance von Körper, Geist und Seele gehören zu meinen wichtigsten Teilen.
Du kannst selbst entscheiden, ob du lieber aus der Hubschrauberperspektive auf dein Puzzle schaust oder dich Stück für Stück durch deine 1000 Teile bewegst.
Coaching bei innerer Unruhe
Vielleicht geht es gar nicht darum, nie wieder dieses „komisch“ zu fühlen.
Vielleicht geht es darum, dich daran zu erinnern, dass dein Wohlbefinden ein Puzzle ist.
Und dass du lernen kannst, liebevoll auf die Suche nach dem Teil zu gehen, das gerade verrutscht ist.
Einen Termin für ein erstes kostenfreies Kennenlern-Coaching kannst du direkt hier vereinbaren.
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Herzliche Grüße
Vera Elkendorf
Bildquelle: KI-generiertes Bild (erstellt mit Unterstützung von ChatGPT / OpenAI)
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