In diesem Vortrag – leider erinnere ich mich nicht mehr an den genauen Titel – sagte Gunther Schmidt gegen Ende einen Satz, der mich bewegte:
„Zufrieden ist er, wenn er am Ende doch nicht ganz zufrieden ist.“ (Gunther Schmid)
Ich war gerade wieder einmal in meiner Lieblingsregion in den Bergen unterwegs, als ich mich entschied, diesen Satz in mein persönliches Repertoire aufzunehmen. Und plötzlich machte etwas in mir Klick. Ich verstand: Das Einzige, was ich wirklich tun kann, ist mein Bestes zu geben – und Frieden damit zu schließen, wenn es nicht allen gefällt. Allen recht machen werde ich es sowieso nicht können. Und, noch wichtiger: Es ist gar nicht meine Aufgabe. Ich weiß schon eine Weile, dass mein eigener Anspruch es ist, der mich stresst – und dass er oft nicht nur mir, sondern auch meinem Umfeld nicht gut tut.
Schon viele Jahre zuvor war ich auf einen Gedanken gestoßen, der sich sehr ähnlich anfühlt. In Don Miguel Ruiz’ Buch The Four Agreements heißt es:
„Always do your best. Your best is going to change from moment to moment: it will be different when you are healthy as opposed to sick. Under any circumstance, simply do your best, and you will avoid self-judgement, self-abuse and regret.“ (Don Miguel Ruiz)
Dieser Gedanke hat mich damals tief berührt – und ich liebe es, wenn alte Einsichten in neuer Form wieder zu mir zurückkehren. Manchmal reicht ein leicht veränderter Satz, ein neuer Kontext, um Bekanntes noch einmal auf einer tieferen Ebene zu verstehen.
In den Tagen nach dem Vortrag kam der Satz von Gunther Schmidt immer wieder in meinen Kopf zurück: „Ich bin zufrieden, wenn ich am Ende nicht ganz zufrieden bin.“ Und ich musste ihn mir auch immer wieder ins Gedächtnis rufen. Denn natürlich lief nicht alles glatt. Nicht alles war „zufriedenstellend“ im klassischen Sinne. Aber ich hatte mein Bestes gegeben. Ich war der Herausforderung nicht ausgewichen, sondern hatte mich ihr gestellt. Und ich war am Ende zufrieden – gerade weil ich nicht ganz zufrieden war.
Ich war dankbar: für die Erfahrung, für das, was gelungen war, und auch für das, was nicht gelungen ist. Denn genau dort lag die Chance, etwas zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Auch wenn genau diese Situation vermutlich nie wieder so in mein Leben treten wird, habe ich mir selbst gezeigt, dass ich bereit bin, wach, achtsam, lebendig und lernbereit meinen Weg zu gestalten – und vor allem: dabei freundlich mit mir selbst zu bleiben.
Das ist für mich ein wesentlicher Kern der Gewaltfreien Kommunikation (GFK): die Fähigkeit, mehr und mehr eine liebevolle, freundliche Verbindung zu mir selbst aufzubauen. Denn die Art, wie du mit dir umgehst – mit deinen Gedanken, Gefühlen, Erwartungen und auch mit deinem inneren Kritiker – prägt maßgeblich, wie du mit anderen in Kontakt trittst.
Wenn dich das anspricht, lade ich dich herzlich zu meinem Online-Einführungstraining in die Gewaltfreie Kommunikation ein.
Es findet am 22. Oktober statt und steht unter dem Motto: „Verbinde dich mit dir selbst – Wertschätzende Kommunikation beginnt in dir.“
Denn wertschätzende Kommunikation zeigt sich nicht nur im Gespräch mit anderen, sondern vor allem in der Beziehung zu dir selbst.
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Herzliche Grüße
Vera Elkendorf