Gott-Vertrauen

Wie Sie durch „Kamel anbinden“ und „Gott* vertrauen“ wieder zu mehr Lebensfreude gelangen.

„Ein Mann, der dem Propheten Mohammed aufmerksam zugehört hatte und nach der Veranstaltung mit seinem Kamel wieder heim wollte, warf sich vor dem Propheten auf die Knie und schrie: Ich bin mit meinem Kamel zu dir geritten, um dir zuzuhören. Ich habe auf Gott gesetzt. Ich habe ihm vertraut. Jetzt ist mein Kamel weg! Ist das der Dank? Der Dank für meine Hingabe? Der Meister sah ihn freundlich an und sagte: „Ja… vertraue auf Gott … aber binde dein Kamel fest!“ (Udo Kolitscher, vertraue Gott, aber binde dein Kamel an in Aus dem Leben – für das Leben)

Gelingt es Ihnen Ihr „Kamel anzubinden“ und auf „Gott zu vertrauen“? Beherrschen Sie dieses „sowohl-als-auch“ oder können Sie nur „entweder oder“?

Doch wann ist „Kamel anbinden“ und wann „Gott* vertrauen“ angesagt? Wahrscheinlich stimmen die meisten Menschen mit mir überein, dass wir gut beraten sind, wenn wir Haus und Auto abschließen (das Kamel anbinden). Doch was, wenn Sie mit dem Gedanken spielen umzuziehen, den Job zu wechseln, ihre Beziehung zu beenden, nochmal zu studieren oder eine andere weitreichende Entscheidung zu treffen. Binden Sie das „Kamel“ an oder vertrauen Sie auf „Gott*“? Wenn es um die großen Fragen des Lebens geht, fällt es vielen Menschen schwer auf „Gott* zu vertrauen“.

„Wenn man lange genug gelebt hat, dann begreift man, wie trügerisch, wie sinnlos alle Versuche sind, sich an das Leben anzupassen. Mann könnte ebenso gut versuchen, sich an fließendes Wasser anzupassen.“ (Leo N. Tolstoi, Tagebücher (1892))