Innerer Kompass

Durch innere Verbundenheit wieder zu mehr Lebensfreude!

Was kann ich? Wohin will ich? Wer bin ich? Eines Tages stellt sich jeder von uns diese Fragen. Egal, ob man zu jenen gehört, die für eine Zeit lang geglaubt haben, ganz genau zu wissen, wer sie sind, was sie können und welches Lebensziele es zu erreichen gilt, oder nicht. Manch einer stellt sich diese Fragen scheinbar ein Leben lang, ein anderer ist völlig überrascht, wenn er eines Tages aufwacht und diese Fragen in Form von immer lauter werdender Unzufriedenheit und Unmut in sich wahrnimmt. Es geht also nicht darum, ob wir uns mit uns selbst und unserem Leben ernsthaft beschäftigen, sondern wann wir dafür bereit sind.

Viele Menschen werden im Alter zwischen 35 und 45, Frauen häufig etwas früher, Männer etwas später, mit den ersten größeren Krisen konfrontiert. Ob aus dem beruflichen oder privaten Kontext, spielt häufig keine Rolle. Wenn die angestrebte Beförderung ausbleibt, der Partner den gemeinsamen Lebensweg nicht mehr mit uns teilen will, der Körper nicht mehr mitmacht oder Schlimmeres, fangen wir an uns zu fragen, ob das alles so noch einen Sinn hat. Unser ursprünglich aufgebautes System unserer Identität, dem Rahmens von „wer bin ich, was kann ich und wohin will ich“, fängt an zu bröckeln. Die allermeisten Menschen sprechen in solchen Fällen von Schicksalsschlägen, um ihren Unmut über die Ungerechtigkeit des Lebens zum Ausdruck zu bringen und dass ihnen dieser oder jener „Schlag“ widerfahren ist. Ja, es mag sich zu Beginn nach einem „Schlag“ anfühlen, es mag uns für eine Weile den Boden unter den Füßen wegreißen und uns alleine zurücklassen. Doch diese vermeintlichen Schicksalsschläge geschehen, um uns den nötigen Anstoß zu geben unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Sie geschehen, damit wir bereit sind uns zu verändern. Denn solche Ereignisse fallen nicht einfach so vom Himmel. Die ersten Anzeichen wollten wir jedoch nicht wahrhaben, wir dachten: „Ach, das geht schon noch, so schlimm wird es nicht“. So musste es „schlimmer werden“, damit wir realisieren, dass wir an einer Weggabelung stehen. An diesem Punkt in unserem Leben können wir frei wählen, wollen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen oder unseren inneren Kompass neu auszurichten.

„Es ruckelt immer ein wenig, wenn das Leben in den nächsten Gang schaltet.“ (Unbekannt)