Die Kraft der Selbstheilung

Durch innere Stimmigkeit zu mehr Lebensfreude und Gesundheit!

Seit vielen Jahren bewegt mich das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. In jeder Coachingsitzung, egal welches Thema vordergründig ansteht, drängt sich der Einfuss auf die anderen zwei Spieler des wundersamen Dreiecks „Körper, Geist und Seele“ jedes Mal auf. Häufig braucht es eine neue Perspektive, um dieses Zusammenspiel zu erkennen und anzunehmen. Gerade mit der Annahme und den daraus sich aufdrängenden Konsequenzen, haben meine Klienten Mühe. Doch nach meiner Beobachtung, muss nicht gleich an allen Stellschrauben gleichzeitig gedreht werden. Wenn wir uns z. B. bewusst für ein achtsameres Leben entscheiden und die Praxis der Achtsamkeit aktiv in unseren Alltag integrieren, beeinflussen wir automatisch auch die anderen zwei Spieler. Das ist eine gute Nachricht und wichtig zu wissen, denn wenn ich mit Menschen arbeite, die chronisch erkrankt sind, höre ich häufig: „Das ist eine chronische Krankheit, da kann man nichts mehr machen, damit muss ich wohl leben.“ Ja vielleicht ist der Zugang über den Körper gerade versperrt, doch über die anderen zwei Ebenen, Geist und Seele, können sich ungeahnte Möglichkeiten ergeben.

„Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen.“ (Epiktet)

Nicht selten finden Betroffene in diesen Prozessen, trotz ihrer eingeschränkten Möglichkeiten, wieder zur Lebensfreude. Und manch einer hat mit seiner neuen Geisteshaltung auch die Farbe seiner Seele verändert.

„Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ (Marcus Aurelius)

Wenn Menschen, die schlimmste Ereignisse wie den Holocaust überlebt haben, wieder zu Freude und Sinn finden können, warum gelingt es dann so vielen Menschen in unserer westlichen Welt in diesen Tagen nicht? In einer Zeit, in der wir über 60 Jahre keinen Krieg mehr erlebt haben und in der uns die Welt offen steht und jeder die Freiheit hat zu werden was er will, steigt die Anzahl der Erkrankungen, die auf psychische Überforderung zurück zu führen sind, unaufhörlich an.

Warum gelingt es dem einen Freude und Sinn wiederzufinden und dem anderen nicht, wenn die äußeren Umstände scheinbar nicht den Unterschied machen?

„Frei ist, wer in Ketten tanzen kann.“ (Friedrich Nietzsche)

Auf der Suche nach Erklärungen, stoße ich immer wieder auf zwei Begriffe: Kohärenz und Resilienz. Beginnen wir mit dem ersten Begriff:

Das Kohärenzgefühl ist ein zentraler Aspekt in der von Aaron Antonovsky (1923–1994) geprägten Salutogenese. Nach Antonovsky hat Kohärenz drei Aspekte:

  • Die Fähigkeit, dass man die Zusammenhänge des Lebens versteht. Das Gefühl der Verstehbarkeit.
  • Die Überzeugung, dass man das eigene Leben gestalten kann. Das Gefühl der Handhabbarkeit.
  • Der Glaube, dass das eigene Leben einen Sinn hat. Das Gefühl der Sinnhaftigkeit.

„… Zu meiner größten Freude konnte ich feststellen, dass eine Krankheit vielmehr ein Geschenk ist, um unser Wesen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. So ist der Körper auch nicht die eigentliche Krankheitsursache. Alleine kann er gar nichts. Sein Leben kommt von der Seele, dem Geist. Der Körper ist ganz einfach das äußere Abbild unseres Innenlebens. Ein kranker Körper versucht demnach etwas auszugleichen, denn der natürliche Zustand ist die Gesundheit. Das gleiche gilt natürlich auch für den emotionalen und mentalen Körper. …“ (Lise Bourbeau Auszug aus ihrem Buch Dein Körper sagt: „Liebe dich!“)